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Unterricht

Der Unterricht an unserer Schule ist durch angstfreies Lernen ohne Leistungsdruck gekennzeichnet. Er weist einen starken Bezug zum praktischen Handeln und zu alltäglichen Verrichtungen auf. Dabei orientieren wir uns an der Vielfalt der Bedürfnisse unserer Schülerinnen und Schüler und an den Vorgaben des Rahmenlehrplans.

Im Vordergrund der Unterrichtsangebote in der Eingangsstufe steht zunächst das Einleben und Eingewöhnen in den schulischen Alltag. Dieser Alltag wird wesentlich bestimmt durch die Förderung der lebenspraktischen Selbstständigkeit, die durch täglich wiederkehrende Verrichtungen angebahnt und erweitert wird.

In der Unter- und Mittelstufe steht das Erlernen der Kulturtechniken entsprechend dem individuellen Entwicklungsniveau der Schülerinnen und Schüler im Vordergrund. Dies geschieht überwiegend handlungs- und lebenspraktisch orientiert. 

Das wesentliche Merkmal des Unterrichts in der Ober- und Abschlussstufe ist eine Orientierung am und eine Hinführung zum Arbeitsleben. Dies drückt sich insbesondere darin aus, dass alle Schülerinnen und Schüler der Ober- und Abschlussstufe an den Werkstattangeboten unserer Schule teilnehmen. Das Üben der Kulturtechniken und der Sachunterricht dienen vor allem der Festigung des Erlernten und der Anwendung in Alltagssituationen.

Klassen- und stufenübergreifender Unterricht

In der Schule am Mummelsoll findet klassen- und stufenübergreifender Unterricht statt. Gemeinsam organisierter Musik- und Sportunterricht tragen zur Anbahnung von Kontakten und Freundschaften bei. Zudem können fachliche Ressourcen der PädagogInnen optimal genutzt werden.

Weitere Möglichkeiten des klassen- und stufenübergreifenden Unterrichts bieten verschiedene Arbeitsgemeinschaften, die für alle Schülerinnen und Schüler angeboten werden. Dazu gehören unter anderem der Schulchor, die Tanz-AG und das Fußballtraining.

Die Werkstatttage finden zweimal wöchentlich klassenübergreifend in den Oberstufen und den Abschlussstufenklassen statt.

Unterricht für Schülerinnen und Schüler mit Schwerstmehrfachbehinderung

Dass die Schülerinnen und Schüler mit Schwerstmehrfachbehinderung am Klassen- und Unterrichtsgeschehen teilnehmen, ist uns besonders wichtig. Dazu werden differenzierende Methoden und Materialien und eine individuelle Betreuung angeboten. Nach Möglichkeit werden die Schülerinnen und Schüler entsprechend ihres Alters in die Klassenaktivitäten integriert.

Therapiezeiten sind fester Bestandteil des Tagesablaufs und werden mit den KlassenlehrerInnen abgestimmt. Gemeinsame Beratungen der Pädagoginnen und Pädagogen und Therapeutinnen tragen dazu bei, dass eine auf die Schülerinnen und Schüler individuell zugeschnittene Teilnahme am Unterricht möglich ist.

Jede Schülerin und jeder Schüler erhält entsprechend ihrer/seiner Beeinträchtigung eine ganzheitliche Förderung. Dies beinhaltet ein Angebot grundlegender Zuwendungen, wie zum Beispiel bei der Nahrungsaufnahme, beim Spielen oder bei der Basalen Stimulation.

Im Unterricht und bei pflegerischen Maßnahmen hat die Achtung der Persönlichkeit der Schülerschaft höchste Priorität. Eine pädagogische Aufgabe ist es, mit der Schülerin oder dem Schüler Möglichkeiten der Selbstbestimmung zu entwickeln und zu nutzen.

Pädagogenteams, TherapeutInnen und Eltern beraten, welche personengebundenen Hilfsmittel für die Teilnahme am Unterricht, die Entwicklung der relativen Selbstständigkeit und die Minderung der Auswirkung der Behinderung für die Schülerinnen und Schüler notwendig sind. Sie unterstützen die Eltern bei deren Beschaffung und individuellen Anpassung. Vorhandene Hilfsmittel werden regelmäßig im Unterricht genutzt.

Im Snoezelenraum und im Therapiebecken können die Schülerinnen und Schüler entspannen und verschiedene Reize wahrnehmen. Vielfältige Hilfsmittel wie zum Beispiel Talker, Lifte und Therapiefahrräder stehen den Schülerinnen und Schülern zur Verfügung.