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Berufsvorbereitung

Die berufsqualifizierende Werkstattvorbereitung absolvieren die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe und der Abgangsstufe (O- und A-Klassen) in einem klassen- und jahrgangsübergreifenden Kurssystem.

Das Ziel der Werkstattarbeit besteht darin, die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler so zu entwickeln, dass ihnen der Übergang zur Werkstatt und die Bewältigung ihrer späteren Lebensaufgabe bestmöglich, entsprechend ihren persönlichen Voraussetzungen, gelingen.

Unsere Schülerinnen und Schüler sollen, unabhängig von ihren Entwicklungsbeeinträchtigungen, Berufsfelder kennenlernen. Das heißt auch, dass es keine eigene Fördergruppe für besonders schwache Schülerinnen und Schüler gibt. Stattdessen ist zusammen mit der Schulsozialarbeit ein Betreuungsangebot regulär eingerichtet worden, das sich an Schülerinnen und Schüler wendet, die während des Werkstattbetriebs eine Auszeit benötigen.

Arbeit und Bildung beinhalten Anforderungen auf unterschiedlichen Stufen. Wie im Rahmenlehrplan vorgesehen, unterscheiden wir zwischen den folgenden fünf Anforderungsstufen:

  1. Die Schülerinnen und Schüler zeigen Reaktionen auf sinnliche Erfahrungen.
  2. Die Schülerinnen und Schüler handeln in einfachen berufsfeldrelevanten Bezügen und Einzelbereichen.
  3. Die Schülerinnen und Schüler handeln in komplexen berufsfeldrelevanten Bezügen und wenden Kompetenzen in berufsfeldbezogenen Teilbereichen an.
  4. Die Schülerinnen und Schüler handeln in spezifischen berufsfeldrelevanten Bezügen und wenden Kompetenzen in berufsfeldbezogenen Situationen an.
  5. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren, werten und begründen berufsfeldbezogene Handlungen und Arbeitssituationen.
Die Werkstattangebote werden von jedem/jeder WerkstattleiterIn individuell erarbeitet und liegen der allgemeinen Werkstattkonzeption bei.
Im Schülerladen werden die angefertigten Exponate gesammelt und ausgestellt. Bei Veranstaltungen (z. B. dem Elterncafé, dem Weihnachtsmarkt o. ä.) werden die Exponate zum Verkauf angeboten. Der Erlös wird größtenteils dem Förderverein der Schule am Mummelsoll zur Verfügung gestellt oder dient der Anschaffung neuer Materialien.
Durchführung und Organisationsstruktur

Die Schülerinnen und Schüler können zwischen den Werkstattangeboten wählen. Ihre Wünsche werden zunächst in der Klasse gesammelt. In der Stufenkonferenz werden die Werkstattgruppen dann zusammengestellt. Es wird darauf geachtet, dass die Schülerinnen und Schüler verschiedene Werkstattangebote kennenlernen, weshalb in der Regel ein halbjährlicher Wechsel der Werkstätten erfolgt.

Die Schülerinnen und Schüler halten an jedem Werkstatttag schriftlich fest, welche Tätigkeiten sie ausgeführt haben. Diese Dokumentation wird ergänzt um eine kurze Einschätzung der Arbeitsleistung, die der Werkstattleiter vornimmt. Zum Abschluss der Werkstattarbeit erhält jede/r Schüler/in eine allgemeine Einschätzung.